(Mac) Mit Scriveners Schlüsselwörtern (Keywords) Deine Serie bewältigen

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Wenn Du eine Serie schreibst, empfehle ich nachdrücklich, hierarchische Keywords zu benutzen. Das heißt, die Keywords haben übergeordnete Kategorien. Der Vorteil dabei, auf diese Art zu beginnen, liegt darin, dass Du nicht am Ende eine endlose Liste von (automatisch alphabetisch geordneten) Keywords hast, durch die Du dich hindurch scrollen musst, wenn Du eine Szene mit einem oder gar mehreren Keywords versehen („taggen“) willst.

Abb. 2
Abb. 2

Abb. 2 zeigt die Keyword-Kategorien, die ich für meine GWOTS-Geschichte angelegt habe.

Du siehst, es sind sehr breit angelegte Kategorien, die so ziemlich jedes Gebiet oder Thema abdecken, das irgendeine Referenz enthalten kann, mit der ich eventuell eine Szene taggen will.

Einige Kategorien sind eher eng gefasst, z.B. „Characters“. Diese spricht wohl für sich: Sämtliche aktuellen Keywords für meine Figuren befinden sich in dieser Kategorie.

Wenn es nötig ist, kannst Du auch Unterkategorien anlegen, z.B. für „Hauptfiguren“, „Nebenfiguren“, „Wegwerf-Figuren“, usw.

Andere Kategorien sind breiter angelegt. Die, die ich „References“ genannt habe, ist ein gutes Beispiel dafür: Sie steht für Keywords, die sich auf oft wiederholte idiomatische Ausdrücke in den Armada Wars-Büchern beziehen.

Schauen wir uns die Keywords in ein paar Kategorien einmal an.

Keywords definieren

Abb. 3
Abb. 3

In Abb. 3 sehen wir die Keywords für zwei Kategorien: Places and Planets („Orte“ und „Planeten“). Vielleicht wunderst Du dich, wieso ich nicht einfach eine „Handlungsorte“-Kategorie habe. Die simple Antwort ist: Die Planeten brauchen ihre eigenen „Tags“, denn es gibt tatsächlich eine Karte des Armada Wars-Universums, und dank des „Kriegstheater“-Aspekts der Geschichte muss ich exakt wissen, wo jede Szene spielt.

Es ist viel einfacher, wenn ich die Planeten von anderen Handlungsort-Arten getrennt halte (ich habe auch eine „Star Systems“-Kategorie und eine „Regionen“, könnte da also ziemlich schnell durcheinander kommen).

Die Kategorie „Places“ („Orte“) gilt nur für nicht-geographische Ortsangaben – wie Du in Abb. 3 sehen kannst, können dies z.B. Schiffsquartiere sein, ein Sportstudio oder eine besondere Schiffsabteilung. Es könnte sogar um ein Haus gehen, einen Stadtteil … wo auch immer, eigentlich. Es ist sehr hilfreich zu wissen, wo genau eine Szene spielt, nicht bloß an welcher Adresse.

Auffallen dürfte Dir auch, dass die Keywords selber mit einem Präfix versehen sind: „Place: “ oder „Planet: “, anstatt einfach nur mit ihrem Namen bezeichnet zu werden.

Das ist eine Suchhilfe: Wegen des Umfangs und der Komplexität einer Serie könnte ein Keyword leicht mit einem Verweis auf ein anderes versehen sein. Um Probleme mit solchen Doppeldeutigkeiten für die Zukunft zu vermeiden, baue ich die Lösung gleich im Voraus ein, indem ich differenziere. Wenn ich also beispielsweise nach Szenen suche, die sich auf den Planeten Blacktree, gebe ich als Suchbegriff „Planet: Blacktree“ ein, und Szenen mit dem „Ereignis“-Keyword für die Schlacht von Blacktree wird in den Suchergebnissen nicht auftauchen.

Es braucht ein wenig mehr Zeit, um das so einzurichten, aber es vermeidet spätere Probleme.

 

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Über Rich Schwab

Rich Schwab
Musiker, Texter und Autor. Buchkürzer. Gelegenheitslektor. Kölner, Jahrgang 1949. Lebt mit der angetrauten Düsseldorferin auf neutralem Gebiet am Niederrhein. Vorsichtshalber mit Hund.

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3 Kommentare

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