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Epub-Kompilieren für Anfänger

Bildquelle: http://www.morguefile.com/archive/

Du hast deinen Text fertig und fragst dich: Wie in aller Welt kriege ich ihn jetzt aus Scrivener heraus?
Dann kann ich dir hoffentlich dabei helfen.
Ergänzend kann der Artikel Erste Schritte – Das Grundprinzip nützlich sein, in dem die Funktion von Ordnern und Dokumenten in Scrivener erklärt wird.

Nun denn.

Mein erstes Epub sah überhaupt nicht so aus, wie ich mir das vorgestellt hatte, und dabei war mein Text nicht besonders anspruchsvoll formatiert. Etwa ab dem zehnten Versuch begann das „Dingdong“, mit dem Windows den abgeschlossenen Ausgabeprozess verkündet, mir auf die Nerven zu gehen.

Das Wort „Kompilieren“ hat lateinische Wurzeln, und bedeutet ursprünglich „plündern“, „einheimsen“ oder „Ausbeute“ – und das trifft ganz gut das, was Scrivener beim Ausgeben macht: Alle Textdateien, die sich im obersten Ordner des Binders (u.U. steht dort auch „Mappe“) befinden, werden mitsamt zusätzlicher Information wie Text- und Absatzformatierung oder ev. in die Dokumente eingefügter Bilder zu einem einzigen Dokument zusammengefasst. Je nach Ausgabeformat wird ein klickbares Inhaltsverzeichnis hinzugefügt.

Damit du schneller vorankommst als ich, möchte ich dir die Funktionen des Ausgabemenüs in Windows vorstellen, ein paar Tipps geben, und am Schluss darauf kommen, wie du die Überschrift „Contents“ über dem Inhaltsverzeichnis mithilfe von Sigil in „Inhalt“ ändern kannst (Mac-User können das vor dem Ausgeben in Scrivener erledigen).

Für die Screenshots habe ich das im Programm als eigenes Projekt enthaltene Scrivener Tutorial benutzt (ein Teil des Textes ist deswegen auf Deutsch, weil ich dabei bin, ihn zu übersetzen).
Das Epub-Format habe ich gewählt, weil es auf viele Plattformen hochgeladen werden kann (u.a. Amazon), und du ganz sicher damit zu tun haben wirst, wenn du beabsichtigst, deine Texte als eBook zu veröffentlichen.

Um zum Ausgabemenü zu kommen, klickst du auf Datei > Ausgeben. Wenn du das zum ersten Mal machst, erscheint nur die eingeklappte Version des Menüs: Klick’ auf den blauen Abwärtspfeil auf der rechten Seite, um Zugriff auf alle Optionen zu erhalten.

Erledigt? Dann kommen wir zum Menü.

Ausgabemenü öffnen

Ich habe den obersten Ordner im Binder in Tutorial umbenannt.
Im Screenshot siehst du links die Dokumente des Binders, und im Ausgabemenü über der Liste mit den einzelnen Dokumenten, dass dort „Tutorial“ angegeben ist, was bedeutet: Sämtliche Dokumente des Ordners Tutorial werden ausgegeben.
Wenn du auf „Tutorial“ klickst, hast du Zugriff auf alle Dokumente innerhalb dieses Ordners, und du kannst auch nur einen Unterordner oder ein einzelnes Dokument auswählen (z.B. für den Druck).

 „Inhalt“ – Die Optionen

Die Optionen für "Inhalt"

Einbeziehen

Indem du einen Haken setzt oder entfernst, bestimmt du, ob das Dokument mit ausgegeben werden soll, oder nicht. Rechts unter der Liste mit den Dokumenten hast du unter „Ausgeben“ die Möglichkeit, zu wählen, ob die einbezogenen, die ausgeschlossenen, oder alle Dokumente ausgegeben werden sollen.

Seitenumbruch vor

Ein Seitenumbruch vor einem Dokument erzwingt auch einen Eintrag im Inhaltsverzeichnis, und ich setze spaßeshalber einen Haken bei „Step9: Corkboard“. Vor einem Ordner (wie „Part 2: Organisation“) erfolgen automatisch sowohl Seitenumbruch als auch Eintrag im Inhaltsverzeichnis. Du kannst dir dort also den Haken sparen.

Wie es ist

Hier setzt du einen Haken, wenn du nicht möchtest, dass an der Textformatierung etwas geändert wird. Damit kannst du allerdings keine Fonts in dein eBook integrieren.

Formatieren als und Ausgeben für

Diese beiden Wahlmöglichkeiten sind immer sichtbar, und es empfiehlt sich, sie gleich zu Anfang einzustellen, weil sich damit u.U. die Auswahl an Optionen ändert.
Unter Formatieren als kannst du mitgelieferte Voreinstellungen wählen (in diesem Falle: Ebook), unter Ausgeben für das Dateiformat ändern, falls dir die Vorgabe nicht zusagt.

Gut zu wissen: Je nachdem, welche Einstellungen du vornimmst, ändert sich die Bezeichnung von Ebook in Benutzerdefiniert. Wenn du willst, kannst du deine Einstellungen unter einem eigenen Namen speichern. Die Buttons für Speichern und Laden sind unter dem Feld mit den Optionen, und du findest deine gespeicherten Einstellungen auch unter Formatieren als wieder.

Scrivener speichert deine Einstellungen aber auch automatisch, sobald du unten auf Ausgeben klickst.
Wenn du nur unter Inhalt ein paar Haken für zusätzliche Seitenumbrüche gesetzt hast, werden deine Häkchen in die Voreinstellung Ebook übernommen. Hast du etwas an der Formatierung geändert (dazu kommen wir gleich), speichert Scrivener unter Benutzerdefiniert.

Wichtig: Scrivener speichert die Einstellungen für jedes Projekt separat. Rufst du in einem neuen Projekt die Voreinstellung Benutzerdefiniert auf, fängst du wieder „bei null“ an (daher macht es eben manchmal Sinn, die eigenen Einstellungen extra zu speichern).

Mit Speichern und Schließen kannst du das Ausgeben abbrechen und deine ev. Einstellungen bleiben (für dieses Projekt) unter der jeweiligen Bezeichnung (Ebook oder Benutzerdefiniert) erhalten, auch dann, wenn du Scrivener beendest und neu startest.

Noch etwas zu den eigenen, gespeicherten Einstellungen: Wenn du z.B. ein weiteres Mal die Formatierung änderst, ändert sich die Bezeichnung wieder in Benutzerdefiniert. Du kannst die vorherige Version nicht einfach unter dem gleichen Namen überschreiben, sondern musst wieder auf Voreinstellungen speichern klicken und erneut den Namen eingeben.
Mir ist es dabei passiert, dass ich mich um ein Leerzeichen vertippt habe, und plötzlich hieß eine Voreinstellung „Damaskus12“ und die andere „Damaskus 12“ …
Deine Einstellungen werden unter:
C:\Users\ [Dein Name]\AppData\Local\Scrivener\Scrivener\CompileSettings (Win 8.1) gespeichert, und dort kannst du sie auch wieder löschen (eine einfachere Methode habe ich bisher noch nicht gefunden). Der Ordner AppData ist gewöhnlich verborgen, du musst dir also erst von Windows die verborgenen Dateien anzeigen lassen, bevor du ihn finden kannst.

Titelei hinzufügen

Das hat nur dann einen Sinn, wenn du dir vorab ein Dokument oder einen Ordner mit mehreren Dokumenten angelegt hast, die du jedem eBook (oder sonstigem Text) beigefügen möchtest, ohne dass du sie in jedes Manuskript hineinkopieren musst (z.B. ein Impressum oder eine Widmung). Die Titelei erscheint als Erstes im Buch, vor allen anderen Dokumenten.
Wenn du hier den Haken setzt, hast du Zugriff auf die Dokumente im Binder, die außerhalb des Manuskriptordners (Tutorial) liegen.

„Trennzeichen“

Hier geht es darum, wie die im Manuskriptordner (Tutorial) aufeinanderfolgenden Ordner und Dokumente in verschiedener Kombination in der Ausgabe voneinander getrennt bzw. zusammengefügt werden sollen.
Wenn du deinen Text in mehreren separaten Dokumenten angelegt hast, und möchtest, dass die Abschnitte nach der Ausgabe durch eine Leerzeile getrennt sind, kannst du das hier einstellen.
Mit der Alternative Benutzerdefiniert hast du die Möglichkeit, ein beliebiges Zeichen einzufügen (da, wo das „#“ steht), das dann im eBook zwischen den Textabschnitten erscheint.

„Titelbild“

Einfach dort klicken, wo Kein Titelbild steht, und das Cover aus dem Dropdown-Menü auswählen. Voraussetzung: Du hast das gewünschte Bild vorher nach Scrivener importiert (aber nicht in den Manuskriptordner, denn der nimmt nur Textdateien).
Bilder, die in den Text integriert wurden, werden hier nicht angezeigt.
Nachdem du das Bild ausgewählt hast, kannst du unter Titelseite Titel noch die Bezeichnung ändern, wenn du möchtest, dass in entsprechenden Readern im Inhaltsverzeichnis etwas anderes steht als „Cover“.

„Formatierung“

Wer sich schon mal gefragt hat, wie man es hinkriegt, dass über jedem Kapitelanfang ein hübsches Bildchen erscheint – hier ist der Ort, wo man das einstellt (aber das wäre ein Thema für den nächsten Artikel).
Hier definierst du, welche Bestandteile eines Dokuments in die Ausgabe mit einbezogen werden, und wie sie aussehen sollen.

Wenn du eine der Zeilen, wo Level 1+ steht, markierst, erscheinen unten Beispieltexte, entsprechend der unter den einzelnen Rubriken (Titel, Meta-Daten, Zusammenfassung usw.) gesetzten Haken.

Formatierung

Was man zu den Symbolen jeweils links von „Level 1+ wissen muss: Das Oberste ist ein Ordner. Das Symbol darunter bezeichnet ein Dokument mit Unterdokumenten. Das letzte Symbol ist ein einzelnes Dokument. Sie beziehen sich nicht auf konkrete Dokumente/Ordner, sondern auf die Hierarchie der Dokumente im Ordner Tutorial.
Wenn in deinem eigenen Manuskript überhaupt keine Ordner, sondern nur Dokumente vorkommen, ist die oberste Zeile mit dem Ordnersymbol z.B. für die Ausgabe irrelevant (du kannst diese drei Zeilen nicht löschen). Dann interessiert nur das Dokumentsymbol ganz unten.

Hast du dagegen eine verschachtelte Struktur mit vielen Unterordnern angelegt, kannst du für jede Ebene der Hierarchie bestimmen, wie das Dokument nach der Ausgabe aussehen soll. Um das zu tun, markierst du z.B. das Ordnersymbol/Level 1+ und klickst oben rechts auf das Pluszeichen, womit du ein weiteres Ordnersymbol erzeugst, mit dessen Hilfe du bestimmen kannst, wie Ordner der 2. Ebene ausgegeben werden sollen (oder einer 3. und 4. Ebene, je nachdem, wie oft du auf „+“ klickst).
Wenn du die zusätzlichen Ausgabehierarchien wieder loswerden möchtest, kannst du sie mit dem Minuszeichen (rechts neben dem Pluszeichen) wieder löschen.

Für ein eBook sind in erster Linie Titel und Text von Interesse.
Wenn bei Titel ein Haken gesetzt ist, erscheint der Dokumenttitel (wie im Binder) als erstes auf der jeweiligen Seite im Epub.
Den Haken bei Text musst du für alle Dokumente bzw. Ordner setzen, die Text enthalten, der ausgegeben werden soll (im Falle des Tutorials auch in der Zeile mit dem Symbol für Dokumente mit Unterdokumenten. Es soll sowohl der Titel von „Schritt 5: Der Inspektor“ als Kapitelüberschrift ausgegeben werden, als auch der Text, den das Dokument enthält. Standardmäßig ist nur ein Haken bei Titel).

Um den jeweiligen Text (Titel, Text, Meta-Daten, Zusammenfassung usw.) zu formatieren, setzt du den Mauszeiger in den unten angezeigten Beispieltext, wodurch die Optionen (fett, kursiv, Bündigkeit usw.) zugänglich werden.
Wenn du die Titel von Dokumenten/Ordnern als Kapitelüberschriften ausgeben lassen möchtest, solltest du sie hier formatieren, sonst erscheinen sie einfach mittig und kursiv, was nicht besonders schön aussieht.
Solltest du deinen eigentlichen Text formatieren wollen, wird die Originalformatierung nur dann überschrieben, wenn du bei Text- und Notiz-Formatierungen übersteuern einen Haken setzt (hast du allerdings unter Inhalt einen Haken bei Wie es ist gesetzt, wird die neue Formatierung trotzdem nicht übernommen).

Gewöhnlich wirst du die Formatierungsmöglichkeiten nur für die Kapitelüberschrift (Titel) brauchen, da du ja sicher möchtest, dass Formatierungen wie „fett“ und „kursiv“ aus dem Original übernommen werden.

Gut zu wissen: Wenn ein Textabschnitt nach einem Seitenumbruch aus einem Ordner (oder einem Dokument) mit Unterdokumenten besteht, beginnt der Text bzw. die Kapitelüberschrift automatisch ziemlich weit unten auf der Seite. Den Abstand zum oberen Rand der Seite kannst du unter Seitenränder ändern.

Jetzt interessiert uns hier nur noch dieses Chapter Ein (s. Screenshot; ich vermute, nach einem der nächsten Updates wird dort „Kapitel Eins“ stehen). Das ist von Bedeutung, wenn du über der eigentlichen Kapitelüberschrift noch etwas generieren lassen möchtest wie „Kapitel 1“ oder „1. Teil“ (bzw. „Kapitel 2, 3, 4“/2., 3., 4. Teil“ usw., das wird automatisch bei jedem neuen Seitenumbruch angepasst).
Die Formatierung dieses Textelements kann locker mehrere Artikel füllen (da kommen auch die eingangs erwähnten Bilder her). Wenn du dich damit erst einmal nicht befassen möchtest, kannst du es einfach entfernen: klick’ auf Abschnitts-Layout und lösche das, was unter „Präfix“ steht.

Wenn du mehr darüber wissen möchtest, kannst du dir im Handbuch (Hilfe > Scrivener Handbuch oder F1) unter „Appendix D. Placeholder Tags“ die verschiedenen Formatierungsmöglichkeiten für „Präfix“ (erscheint vor der Kapitelüberschrift) oder „Suffix“ (erscheint danach) ansehen. Erläuterungen findest du auch im Kapitel „Formatting“ unter „Section Layout“.

„Umwandlungen“

Einzelne Textkomponenten können ausgetauscht werde, was nur dann interessant ist, wenn man etwas als reinen Text (.txt) oder im „Rich Text Format“ (.rtf) ausgeben lassen möchte.

„Ersetzungen“

Diese Option ermöglicht es, Wörter und Ausdrücke im Text durch andere zu ersetzen.

„Fußnoten/Kommentare“

Wenn du in deinem Text Fußnoten oder Kommentare (sowohl im Inspektor als auch mitten im Text) hast, kannst du hier bestimmen, ob sie in die Ausgabe mit einbezogen werden sollen.
Fußnoten erscheinen im eBook als Letztes auf separaten Seiten und im Inhaltsverzeichnis ganz unten, und du kannst hier u.a. den Titel definieren (Voreinstellung bisher: „Notes“).
Kommentare erscheinen im Text da, wo du sie angelegt hast, standardmäßig in eckigen Klammern, aber das kannst du ändern, und zwar neben: Inline Kommentare schließen Markierungen ein.

„Meta-Daten“

Die Angaben, von denen du möchtest, dass sie angezeigt werden, wenn das Buch irgendwo aufgeführt wird (z.B. in der Calibre Bibliothek), bzw. um Suchmaschinen etwas zu bieten, nach dem sie suchen können.

So.

Damit wären wir mit den wesentlichen Punkten des Ausgabemenüs durch.
Wenn du das Epub ausgegeben hast und zufrieden bist, können wir zur in Windows notwendigen Nacharbeit kommen.

Und zum Schluss: „Contents“ in „Inhalt“ ändern

Nach der Ausgabe wirst du feststellen, dass über dem Inhaltsverzeichnis mittig Contents steht. Mich hat das gestört, und ich habe schließlich herausgefunden, wie man das Problem mithilfe des Programms Sigil ganz einfach beseitigen kann.

Contents

Sigil ist gratis, und du kannst es hier herunterladen.
Das Programm ist auf Englisch, aber solange du es nur dafür benutzen möchtest, ein einzelnes Wort zu ändern, macht das keinen Unterschied. Eigentlich ist Sigil ein effektives Formatierungs-Tool, da man dort den CSS-Code bearbeiten kann.
Öffnen kann man mit Sigil die Formate: .epub, .htm, .html,.xhtml und .txt

Hast du das Epub geöffnet, sieht das so aus:

Die Ansicht in Sigil

Links sind die im Buch enthaltenen Dateien im sogenannten „Book Browser“: body1.xhtml, body2.xhtml usw. entsprechen jeweils einem im Inhaltsverzeichnis aufgeführten Kapitel. Darunter befindet sich der Ordner für das CSS-Stylesheet, und anschließend Ordner für im Text enthaltene Bilder (einschl. Cover) und andere Dateien.
Wenn du von hier aus eine Datei aufrufen möchtest, musst du darauf doppelklicken.
Rechts ist noch einmal eine Liste des Inhalts mit Titeln (“Table of Contents“). Da reicht für die Auswahl ein einfacher Klick.

Kleiner Tipp: „Book Browser“ und „ToC“ sind nicht fest verankert. Solltest du aus Versehen in die Kopfzeile klicken und sie verschieben, keine Panik. Einfach wieder dorthin zurückziehen, wo sie hergekommen sind, dann öffnet sich dort eine Fläche, wo du sie loslassen kannst, und sie sind wieder da, wo sie vorher waren.

In der Mitte wird – wie bei Scrivener – der Inhalt der jeweiligen Datei angezeigt. In der Ansicht, die sich öffnet, wenn du Sigil neu installiert hast, funktioniert das Programm auch genauso: Du kannst den Text wie in jedem anderen Schreibprogramm bearbeiten.
Wenn du nur das eine Wort Contents ändern willst, markierst du es (wie im Screenshot bereits getan), schreibst stattdessen das, was du dort lieber sehen möchtest, änderst vielleicht noch die Textausrichtung in „linksbündig“ oder die Größe der Überschrift (wird im Editorfeld nicht angezeigt), rückst ev. die Zeilen des Inhalts auseinander, speicherst dein Epub unter dem gleichen oder einem neuen Namen über File > Save/Save as – und bist fertig.

Wenn du dich näher mit CSS beschäftigen möchtest, oder einfach daran interessiert bist, mal zu sehen, wie das eBook „hinter den Kulissen“ aussieht, kannst du auf das Symbol rechts neben der Buchikone in der Werkzeugleiste klicken und bekommst dann im Editor den Code angezeigt.
Wo immer dort class=„scrivenerX“ steht, wird eine Sammlung von Formatierungen verwendet, die unter der gleichen Bezeichnung („scrivenerX“) im CSS-Stylesheet definiert wurden. Also ruhig auch mal das Stylesheet anschauen, indem du darauf doppelklickst.
Grundsätzlich ist CSS nicht schwierig, man muss keine Programmiersprache lernen, um es anwenden zu können.

Aber auch ohne sich an CSS zu versuchen: Wenn es etwas gibt, was du in Scrivener partout nicht so ausgegeben bekommst, wie du es haben möchtest, kannst du es in der normalen Textansicht in Sigil leicht korrigieren.

Zum Abschluss: Wenn du dein eBook im Mobi-Format benötigst, kannst du dir das natürlich auch von Scrivener ausgeben lassen. Eine andere, schnelle Methode ist es, das Epub im Kindle Previewer zu öffnen, wodurch es automatisch in Mobi konvertiert und gespeichert wird. Du findest das Mobi anschließend in einem Ordner namens „converted-[Dateiname]-epub“ am gleichen Ort wie die Originaldatei.

Und damit wären wir auch schon am Ende angekommen und ich hoffe, du findest dich jetzt einfacher zurecht.

Wenn du noch Fragen hast, kannst du gerne die Kommentarfunktion dieses Artikels benutzen – oder du wirst Mitglied von Schreiben mit Scrivener und profitierst von der „Schwarmintelligenz“ 🙂

Viel Erfolg beim Kompilieren deines Epub!

Du hast deinen Text fertig und fragst dich: Wie in aller Welt kriege ich ihn jetzt aus Scrivener heraus? Dann kann ich dir hoffentlich dabei helfen. Ergänzend kann der Artikel Erste Schritte - Das Grundprinzip nützlich sein, in dem die Funktion von Ordnern und Dokumenten in Scrivener erklärt wird. Nun denn. Mein erstes Epub sah überhaupt nicht so aus, wie ich mir das vorgestellt hatte, und dabei war mein Text nicht besonders anspruchsvoll formatiert. Etwa ab dem zehnten Versuch begann das „Dingdong“, mit dem Windows den abgeschlossenen Ausgabeprozess verkündet, mir auf die Nerven zu gehen. Das Wort „Kompilieren“ hat lateinische…

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Über Christine Ulrich

… schreibt, seit sie es kann, kriegt aber erst seit 2013 langsam die Kurve, sich auch öffentlich zu bekennen. Seitdem gibt es deutlich (noch) weniger warme Mahlzeiten und signifikant mehr Staub in ihrer Umgebung. Einige ihrer kürzeren Geschichten spielen in der Zukunft, Gegenwärtiges und Sonstiges gibt’s auf ihrem Blog.

Alternatives Ergebnis

Organisationstipp: Sammlungen (Collections)

Wer hatte nicht schon einmal das Gefühl, es wäre sinnvoll und nützlich, wenn man die …

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