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9 (oder mehr) Dinge, die ich an Scrivener liebe

Bildquelle: pixabay.com CC0

On September 16, 2015 was posted by Gwen Hernandez (Übersetzung von Rich Schwab):

Therese barging in for a second to introduce you to our newest regular contributor here at WU: Scrivener guru Gwen Hernandez. I am so excited to have Gwen here to help us all understand Scrivener better, and I admit to some selfishness here as I still have not wrapped my brain entirely around Scrivener, still feel confused and a little intimidated by it. With me? Then help me to welcome her into the fold. And if you’re already a Scrivener-devotee, please add your thoughts to comments: Why does Scrivener trump other options for you? Welcome, Gwen!
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If writing tools were teachers, your word processor would be the one who admonishes you to color within the lines and always use green for grass. Scrivener would be the cool teacher who encourages you to draw your own picture and praises your purple sun. ~ From Scrivener For Dummies
Wenn Schreibprogramme Lehrer wären, dann wäre dein Textverarbeitungsprogramm derjenige, der dich ermahnt, mit deinen Farben nicht über die Linien zu malen und immer Grün für Gras zu nehmen. Scrivener wäre der coole Lehrer, der dich ermutigen würde, dein eigenes Bild zu malen und der deine violette Sonne loben würde.
~ Aus Scrivener For Dummies

For fifteen years, I was a word processor power user. I was certified as a specialist by the software company, I taught classes on the topic, I created indexes, I performed mail merges… I used it for business letters, term papers, memos, technical manuals, and even a graduate thesis.

But when I got serious about writing, I grew seriously frustrated with my word processor’s limitations.

And then a friend told me about this writing software called Scrivener. I checked it out and was so impressed I didn’t even wait for the free trial to expire. I paid for it on day three.

Why? Because Scrivener is designed to support the creative process from top to bottom (or side to side, if you prefer). What exactly is it? Imagine the love child of a word processor, an accordion file, a photo album, and a cork board, with a few twists. It lets you keep everything related to your manuscript in one place, right alongside your writing, for easy access.

Über fünfzehn Jahre lang war ich Benutzer eines Textverarbeitungsprogramms. Ich war anerkannt als Spezialistin der Softwarefirma, ich gab Kurse zum Thema, ich erschuf Inhaltsverzeichnisse, führte Mail-Zusammenfassungen durch … Ich benutzte es für Geschäftsbriefe, Terminpläne, Memos, Handbücher und sogar eine Examensarbeit.

Aber als ich anfing, mit dem Schreiben Ernst zu machen, frustrierten mich die Beschränkungen meines Textverarbeitungsprogramms immer mehr.

Dann erzählte mir ein Freund von dieser Autorensoftware, Scrivener. Ich probierte sie aus und war so beeindruckt, dass ich nicht einmal die großzügige Frist der Demo-Version ausnutzte – ich kaufte das Programm am dritten Tag.

Warum? Weil Scrivener entwickelt wurde, um den kreativen Prozess zu unterstützen, von vorne bis hinten. Was genau ist Scrivener? Stell dir ein Wunschkind vor aus einem Textverarbeitungsprogramm, einem Ordnersystem, einem Fotoalbum und einer Pinnwand, mit noch ein paar Tricks. Es ermöglicht dir, alles, was zu deinem Manuskript gehört, an einem Platz zu haben, genau neben dem, was du schreibst, einfach zugänglich.

Yes, like any new-to-you software, there’s a learning curve. It looks so different from anything you’re used to, that some people need a while to retrain their brain. Others “get it” the first time they fire it up. I think Scrivener is worth taking a few hours to get comfortable with, because it supports your writing process—whatever that is, whether plotter or pantser or something else—in a way that a typical word processor can’t.

I use it to write fiction and nonfiction, compose and organize blog posts, create and plan class lessons, and keep track of public appearances. I think it would also make a fabulous agent/editor submission tracker.

Here are some of the features I love most.

1. Scrivener remembers your spot. When you open a project in Scrivener, it takes you right to where you left off, both within the project and within a document. Maybe not such a big deal when writing the first draft—especially if you’re a linear writer—but when you’re in the midst of revisions, it’s a lifesaver.

2. Your structure is easy to see. Scrivener lets you write in chunks (e.g. scenes, sections, or chapters) called documents. The Binder—like a table of contents showing all of the files in your project—gives you an at-a-glance overview of your entire manuscript, and thus the structure of your work.
Change your mind about the order of scenes or chapters? It’s a cinch to move them around and play with a different story flow.

Ja – wie bei jeder für dich neuen Software gibt es eine Lernkurve. Scrivener sieht so ganz anders aus, als alles, was du gewöhnt bist, dass manche Leute eine Weile brauchen, um ihr Gehirn, ihr Denken umzutrainieren. Andere „schnallen es“ das erste Mal, wo sie damit loslegen. Ich glaube, Scrivener ist es wert, sich ein paar Stunden Zeit zu nehmen, um damit warm zu werden, denn es unterstützt deinen Schreibprozess – wie auch immer der aussieht, ob du ein „Plotter“ bist, der seine Geschichte erst sorgfältig plant, oder ein „Pantser“, der einfach drauflos schreibt –, und das auf eine Art, die ein typisches Textverarbeitungsprogramm gar nicht leisten kann.

Ich benutze es, um Fiktionales und Nichtfiktionales zu schreiben, um Blog-Beiträge zusammenzustellen und zu organisieren, um Kurse zu planen und zu erschaffen, und um einen Überblick über öffentliche Auftritte zu behalten.

Und hier sind ein paar der Scrivener-Eigenschaften, die ich am meisten schätze.

1. Scrivener merkt sich, wo du warst. Wenn du ein Projekt in Scrivener öffnest, bringt es dich sofort wieder dahin, wo du aufgehört hast, sowohl im Projekt als auch in dem Dokument, an dem du zuletzt gearbeitet hast. Das ist vielleicht keine so große Sache, wenn du am ersten Entwurf arbeitest – besonders, wenn du ein linearer Schreiber bist –, aber wenn du mitten in den Überarbeitungen steckst, ist es Gold wert.

2. Deine Struktur ist leicht zu überschauen. Scrivener lässt dich in Häppchen schreiben (z. B. Szenen, Abschnitten oder Kapiteln), die „Dokument“ heißen.
Du hast dich für eine andere Reihenfolge von Kapiteln oder Szenen entschieden? Es ist ein Klacks, sie hin und her zu bewegen und mit unterschiedlichen Abläufen deiner Geschichte herumzuspielen.

3. Color-coding. In Scrivener, you can color code your documents by whatever piece of data you want to track. For example, in the drafting phase I tag my fiction scenes by point-of-view (POV) character, using blue for the hero and pink for the heroine (original, right?). Instantly, I can see the POV of a scene and check my overall balance.

In the revision phase—and for nonfiction—I use the Label field to keep track of the status of each section (e.g. Not Started, WIP, To Editor, Author Review, Complete).

4. Saving epiphanies is easy. Muse gave you an idea for a future scene, but you’re not ready for it yet? Create a new document, write out your idea, then ignore it until you figure out where it goes.

5. You can leave notes for yourself. Can’t think of that perfect comeback line for you heroine? Need to research the proper term for a man’s undergarment in 1821 England? Simply insert an inline annotation (text in a colored bubble right in the manuscript) or a comment, and get back to writing. Annotations are also a handy way to mark sections that would make good excerpts, either for front matter or in your advertising.

It’s easy to find your notes again, but you don’t have to delete them before you share your work with an agent, editor, or readers. Scrivener lets you choose whether to include or exclude annotations and comments when you compile (export).

3. Farbkodierung. In Scrivener kannst du deine Dokumente mit einem Farbcode versehen, nach jedem Kriterium, das du verfolgen möchtest. Ich, zum Beispiel, kennzeichne in der Entwurfsphase meine Romanszenen nach dem „POV“, dem Blickwinkel meiner Charaktere; ich nehme blau für den Helden und rosa für die Heldin (sehr originell, oder?). Auf einen Blick kann ich sehen, in welcher Szene welcher Protagonist eine Rolle spielt, und habe einen Überblick über meine Gesamtbalance.

In der Überarbeitungsphase – auch für Sachtexte – benutze ich Etiketten („Labels“), um den Bearbeitungsstatus jedes Dokuments überblicken zu können (z.B. „Noch nicht angefangen“, „In Arbeit“, „An den Verlag“, „Zusammenfassung“, „Erledigt“ …)

4. Gedankenblitze festzuhalten ist einfach. Deine Muse hat dir eine Idee für eine zukünftige Szene spendiert, aber du bist dafür noch nicht soweit? Erstell ein neues Dokument, schreib die Idee auf, und dann kümmere dich nicht weiter darum, bis dir klar ist, wohin damit.

5. Du kannst Notizen für dich selbst festhalten. Dir fällt der perfekte Spruch für das Wiederauftauchen deiner Heldin nicht ein? Du musst Nachforschungen über Männerunterwäsche im England im 19. Jhdt. anstellen? Füg einfach eine „Inline-Notiz“ in dein Dokument ein (ein Stück Text in einer farbigen Blase direkt im Manuskript), oder einen Kommentar, und mach weiter in deinem Text. Solche Anmerkungen sind auch sehr nützlich, um Abschnitte zu markieren, die als Leseprobe taugen, sei es für deinen Klappentext oder für Werbung.

Deine Notizen wiederzufinden ist leicht, aber du musst sie nicht löschen, wenn du dein Manuskript an deinen Agenten, einen Verlag oder irgendeinen Leser weitergibst. Scrivener lässt dir die Wahl, ob deine Anmerkungen beim „Kompilieren“ (Exportieren) im Text enthalten bleiben oder nicht.

6. Auto-save protects your hard work. If you’ve ever faced the Blue Screen of Death, or lost power after writing 3,000 words without saving, you’ll appreciate that Scrivener saves your project every time there’s more than two seconds of inactivity (this can be adjusted as desired). So while you’re pondering your next sentence, Scrivener is committing your words to memory.

7. Scrivener is like Mary Poppins’ bottomless bag. You can import research documents, web pages/links, and photos right into your project, so even when you take your laptop on the road, you have everything you need. You can also import any writing you already started in another program.

Plus, you can keep outlines, notes on ideas for changes and future scenes, and character and setting information all within the project. No more scouring your hard drive or that pile of sticky notes on your desk for a crucial piece of info.

8. Working without distractions. Scrivener’s full screen composition mode blocks out all distractions, making it easier to focus on your writing. Change the background color or image to suit your mood. My last book was set on a Caribbean island, so I used a photo I took in St. Lucia to set the scene.

6. Automatisches Sichern erhält dir deine harte Arbeit. Wenn du jemals vor dem „Blauen Bildschirm des Todes“ gesessen hast oder nach 3.000 Wörtern ohne Zwischenspeichern mal der Strom ausgefallen ist, wirst du es begrüßen, dass Scrivener dein Projekt automatisch speichert, sobald es zwei Sekunden lang keine Aktivität gab (das kannst du aber auch nach deinen Wünschen anders einstellen). Das heißt, während du noch über deinen nächsten Satz nachdenkst, rettet Scrivener alles bisher Geschriebene in den Erinnerungsspeicher.

7. Scrivener ist wie Mary Poppins’ Koffer ohne Boden. Du kannst Recherche-Dokumente und -Dateien, Webseiten oder -Links, Fotos und Audiodateien direkt in dein Projekt importieren; also hast du sogar, wenn du mit dem Laptop unterwegs bist, alles, was du brauchst, zur Hand. Importieren kannst du auch jede Art von Text, den du in einem anderen Programm begonnen hast.

Außerdem kannst du Gliederungen, Notizen zu Änderungen oder Ideen für künftige Szenen sowie Informationen über deine Protagonisten oder Schauplätze festhalten, alles in deinem Projekt. Kein Durchwühlen der Festplatte oder diesen Stapel von Notizzetteln auf deinem Schreibtisch mehr, um dieses eine wichtige Stückchen Information zu finden.

8. Arbeiten ohne Ablenkung. Scriveners Vollbildmodus („composition mode“) machte s sehr viel leichter, den Fokus auf deinem Text zu behalten. Wenn du magst, ändere die Hintergrundfarbe oder das Hintergrundbild, wie es in deine Stimmung oder zu deinem Stoff passt. Mein letztes Buch spielte auf einer Karibik-Insel, also habe ich ein Foto benutzt, das ich auf St. Lucia gemacht habe, um beim Schreiben einen passenden Hintergrund zu haben.

9. Exporting to e-books is a snap. Scrivener is your one-stop publishing program. When your masterpiece is done, you can compile (export) it to an EPUB or MOBI (Amazon) file for easy self-publishing, or for perusing on your e-reader. You can also export to DOC/DOCX, RTF, TXT, PDF, HTML, direct-to-printer, and other formats, including Final Draft (screenplay software).

The beauty is that you can write in any format/font/color you want and then compile it into something completely different without affecting your original work. Produce a Word document, then turn around and create an EPUB. Totally different formats with a few clicks. Print chapter or scene titles in one version, leave them out in another. It can even auto-number your chapters or sections.

Getting the output right the first time can take a bit of trial and error as you learn how it works, but once you have it set up the way you want, you can save the settings for future use.

And there’s so much more. I could go on about my favorite writing software all day. The ability to set word count goals and track your progress. The Corkboard where you can view each document as an index card (perfect for storyboarders). Advanced searches that help you find anything, anywhere in your project. Snapshots for saving old versions of scenes…

9. Export ins e-book-Format ist ein Klacks. Scrivener ist dein Allzweck-Veröffentlichungs-Programm. Wenn dein Meisterwerk fertig ist, kannst du es kompilieren (exportieren) als .epub- oder, für amazon, als .mobi-Datei – für einfaches Selbstveröffentlichen oder um es selbst auf deinem eReader zu lesen. Du kannst es außerdem ins .doc- oder .docx-, .rtf-, .txt-, .pdf-, .html- und noch viele andere Formate exportieren, darunter auch für die Drehbuch-Software Final Draft, oder es gleich an deinen Drucker schicken.

Das Schöne ist, du kannst in dem Format, dem Zeichensatz, der Farbe deiner Wahl schreiben und deinen Text dann zu etwas völlig anderem kompilieren, ohne dass dein Originaltext davon betroffen ist. Stell ein Word-Dokument her, dann dreh dich um und mach ein .epub. Völlig verschiedene Formate mit ein paar Mausklicks. Druck dir Kapitel oder Szenen in einer Version mit Titeln aus und lass sie weg in einer anderen. Scrivener kann sie sogar automatisch nummerieren.

Den Export richtig hinzubekommen kann beim ersten Mal ein bisschen Versuch-und-Irrtum bedeuten, während du lernst, wie es funktioniert, aber sobald du es einmal nach deinen Vorstellungen geschafft hast, kannst du die Einstellungen für künftigen Gebrauch abspeichern.

Und es gibt so viel mehr. Ich könnte noch ewig weiter über mein Lieblingsschreibprogramm reden. Die Fähigkeit, Zeichen und Wörter zählen zu lassen, dir Schreibziele zu setzen und deinen Fortschritt im Auge zu behalten. Die Pinnwand, wo du jedes Dokument als Karteikarte sehen kannst (perfekt für Stoffentwickler und Drehbuchschreiber). Erweiterte Suchoptionen, die dir helfen, was immer du suchst zu finden, ganz gleich, wo in deinem Projekt es sich verbirgt. „Schnappschüsse“, mit denen du ältere Versionen von Textabschnitten oder des ganzen Manuskripts festhalten kannst …

That’s just a small list of what makes Scrivener—available for Mac and Windows—too hot to resist. So, if you’re tired of your stodgy, inflexible word processor, why not give Scrivener’s free trial a whirl?

What do you want to know? Hit me with your questions. Got a favorite Scrivener feature I didn’t mention? Please share.

Dies ist nur eine kleine Aufzählung dessen, was Scrivener – erhältlich für Mac und Windows – so unwiderstehlich macht. Wenn du also deines schwerfälligen, unflexiblen Textverarbeitungsprogramms müde bist – warum nicht Scriveners kostenloser Demo-Version eine Chance geben …?

Was möchtest du wissen? Frag mich. Gibt es für dich eine Scrivener-Eigenschaft, die ich nicht erwähnt habe? Teil sie mit uns.


Gefunden auf Writer unboxed
On September 16, 2015 was posted by Gwen Hernandez (Übersetzung von Rich Schwab): Therese barging in for a second to introduce you to our newest regular contributor here at WU: Scrivener guru Gwen Hernandez. I am so excited to have Gwen here to help us all understand Scrivener better, and I admit to some selfishness here as I still have not wrapped my brain entirely around Scrivener, still feel confused and a little intimidated by it. With me? Then help me to welcome her into the fold. And if you’re already a Scrivener-devotee, please add your thoughts to comments: Why…

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Über Rich Schwab

Rich Schwab
Musiker und Autor. Buchkürzer. Gelegenheitslektor. Kölner, Jahrgang 1949. Lebt mit der angetrauten Düsseldorferin auf neutralem Gebiet am Niederrhein. Vorsichtshalber mit Hund.

Alternatives Ergebnis

Kurztipp: Schnelles Ausgeben

Einzelne oder mehrere Manuskriptdateien aus dem Binder als WORD, RTF oder Open Document schnell ausgeben: …

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